Umgang mit aggressiven Verhaltensweisen nach erworbenen Hirnschädigungen
Beschreibung
Probleme in der Wahrnehmung und der Kontrolle von Aggressionen sind weit verbreitet bei Personen mit Schädelhirnverletzungen. Sie führen zu großen Spannungen und Konflikten im Zusammenleben mit den Angehörigen oder in Rehabilitationseinrichtungen.
Im Seminar sollen die TeilnehmerInnen darin unterstützt und befähigt werden, praktische Handlungsweisen kennen zu lernen und zu nutzten, die zur Eingrenzung, Situationsentspannung und zur Auflösung aggressiven Geschehens dienen. Hierzu erfolgen auch praktische Übungen und Veranschaulichungen.
Zum Zweiten geht es um Ansatzpunkte zur Aufdeckung und Bearbeitung von Grundkonflikten bei den KlientInnen, welche dem aggressiven Geschehen zugrunde liegen können.
Inhalte
Im Seminar werden folgende Themen im Mittelpunkt stehen:
Wie können die KlientInnen eine angemessene Aggressionskontrolle erreichen?
Welche kognitiven und emotionalen Voraussetzungen benötigen die KlientInnen dazu? Lassen sich dazu entsprechende Fördermaßnahmen ableiten und umsetzen?
Wie können die im Einzelfall typischen aggressionsauslösenden Reize oder Situationen adäquat erfasst werden? Lassen sich diese modifizieren oder umgehen? Welche Faktoren bedingen das aggressive Verhalten und welche halten es aufrecht?
Wie können wir als Mitarbeiterteam konstruktiv in (potenziell) aggressiven Interaktionen handeln? Welche präventiven Optionen haben wir? Wie kann sich der Mitarbeiter bei einem aggressiven Vorfall schützen (sich und andere sichern)? Wie wird im Team auf einenaggressiven Vorfall reagiert? Welche Dynamiken im Mitarbeiterteam sind zu beachten?
Weitere Themen aus dem Mitarbeiterteam können gerne aufgegriffen und als Inhalte integriert werden.
Zielgruppen
MitarbeiterInnen, die in Pflege, Betreuung und Therapie tätig sind, sowie an der Thematik Interessierte