Interdisziplinäre Zusammenarbeit auf Basis der ICF
Beschreibung
Die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) stellt einen Paradigmenwechsel im Verständnis von Krankheit respektive Gesundheit dar. Statt nur auf Symptome zu reduzieren, versteht die ICF Krankheiten (oder Behinderungen) als ein Zusammenspiel zwischen bio-psycho-sozialen Faktoren einerseits und der Umwelt von Betroffenen andererseits. Der Paradigmenwechsel führt in der klinischen Praxis dazu, Ziele in der Rehabilitation und Versorgung nicht länger als eine Reduktion von Symptomen zu definieren. Vielmehr geht es darum, Betroffenen eine Teilhabe an den von ihnen gewünschten Lebensbereichen zu ermöglichen. Um die Lebensziele zu erfahren, haben sich interdisziplinär arbeitende Teams bewährt, in denen Rehabilitationsziele gemeinsam von Betroffenen und den Fachbereichen festgelegt werden.
Inhalte
Sie lernen in diesem Seminar ICF basierte Zielsetzungsprozesse sowie mögliche Teamprozesse kennen und versuchen diese auf Ihren Arbeitsbereich zu übertragen. Insbesondere setzen Sie sich u. a. mit folgenden Fragestellungen auseinander:
Wie steuern wir Zielfindungsprozesse und wen beteiligen wir daran?
Welche Faktoren sind für eine erfolgreiche Zielsicherung wichtig?
Wie erfahren wir von den Zielen der Betroffenen?
Wie berücksichtigen wir Ziele, die sich auf persönliche Werte und die Teilhabe an Lebensbereichen beziehen?
Welche Konsequenzen haben ICF-basierte Ziele für die Rehabilitation?
Vortrag - Workshop, Gruppenarbeit, Reflexion
Zielgruppen
MitarbeiterInnen aus dem Gesundheits- und Sozialbereich, sowie an der Thematik Interessierte